Ich heiße dich willkommen in dieser wunderbaren und besonderen Zeit rund um das Weihnachtsfest und den Jahreswandel.
Bevor ich zum eigentlichen Brief komme, möchte ich gerne teilen, was mich, während ich diese Zeilen schreibe, bewegt: Denn meine Gedanken hüpfen und wandeln zwischen verschiedenen Zeit-Stationen. Zu den Momenten im November, in denen sich die ersten Gedanken zu diesem Brief geformt haben und ich große Vorfreude gefühlt habe.
Zu den kommenden Momenten, in denen der Brief in den Briefkästen landet und auch von dir geöffnet und gelesen wird. Als könnte ich Mäuschen spielen in dem Moment, in dem du diese Zeilen liest. Ich bin zutiefst dankbar, dass du dir in deinem Alltag dafür Zeit genommen hast!
Ja, und dann kehre ich immer wieder zu diesem Moment zurück, dem Jetzt und Hier, in dem meine Finger auf den Tasten diesen Brief gestalten. Dieser Moment, in dem ich in Verbundenheit mit mir gehe, die Impulse sortiere und formuliere, um mit diesem Brief in Verbindung mit dir zu treten.
Es ist wundersam, wie diese unterschiedlichen Zeiten jeweils ganz real sind, wenn ich in ihnen präsent bin und sie fühle. Wie eine Zeitlinie, in der ich mich frei bewegen und tanzen darf.
Doch ich fange Schritt für Schritt an, damit klarer werden kann, was die oben geschriebenen Zeilen mit der aktuellen Zeitqualität, unserem Nervensystem und dem kommenden Jahr zu tun haben.
Die Zeitqualitäten: Vom Jahr der Heraus-Forderung zum Jahr der Hin-Bewegung
Es ist wirklich un-fassbar, wie schnell dieses Jahr der Schlange war. Quasi eine Turbo-Schlange. Und die Symbolik der Schlage macht klar, warum das Jahr 2025 dabei so facettenreich war. Sie steht sowohl für Auferstehung, Erneuerung und Häutung, als auch für die gespaltene Zunge, das Gift und das Verführerische. Es war quasi für alle etwas dabei. Vielleicht kannst du das für dich bestätigen?
Gerade die Häutungen waren und sind von großer Bedeutung: wir dürfen immer mehr spüren und erkennen, welche Häute wir ablegen dürfen für unser Wachstum und Ausdehnen in unser SoSeins. Während dienliche Aspekte mitwachsen und unsere Komfortzone liebevoll stretchen, dürfen andere Schichten abgestreift werden. Das Häuten ist, wie wir es bei der Schlange beobachten können, ein stiller, langsamer und fast meditativer Prozess. Diese Art der Wandlung ist es, die uns auch in den kommenden Monaten und Jahren immer mehr begleiten wird: die ruhige, oft stille und liebevolle Art des Wachsens. Die Sprengkraft, wie wir sie in den letzten Jahren immer wieder erleben konnten, wird sich immer mehr wandeln in diese Loslösung.
Nach dem Jahr der Schlange erwartet uns ab Februar 2026 das Jahr des Feuer-Pferdes. Und wie es mit einem Feuer- bzw. Vollblut-Pferd so ist: Das Tempo kann weiterhin immens sein.
Die Aspekte der „Heraus-Forderung“ (wie ich sie im Brief 2024 beschrieben habe) und der Häutung bleiben noch aktuell und gleichzeitig wandeln sie sich von „Raus aus“ zur Qualität des „Hin-Zu“. Die Symbolik des Feuer-Pferdes steht dabei sowohl für Unabhängigkeit und Mut als auch für Leidenschaft, Ausdehnung und Energie. Gleichzeitig ist aber auch ein ungezähmtes Pferd dennoch ein Herden-Tier und daher wird es uns in den kommenden Jahren helfen, wenn wir kreativ kooperieren, gemeinsam gestalten und voneinander lernen.
Um die Qualitäten des Feuer-Pferdes in uns zu erkennen, zu wecken und zu nähren, braucht es die Hin-Bewegung. Ohne die klare Ausrichtung brennen wir aus, anstatt für uns zu brennen! Also lass uns schauen, wie wir diesen Wandel für uns dienlich und energetisierend gestalten können 😊
Wie kann der Wandel geschehen?
Der Wandel beschreibt sich selbst aus dem Übergang von der Heraus-Forderung zur Hin-Bewegung. Während die Herausforderungen oft erst einmal von außen auf uns einzubrechen scheinen, ist die Hin-Bewegung eine Handlung von uns selbst und vor allem in uns selbst.
Als wenn du aus einer Tür hinaustrittst, auf offener Flur stehst und nun die nächsten Schritte gehen möchtest. Für diese Schritte brauchst du noch kein endgültiges Ziel, aber ein Hin, ein Warum. Wie in dem Moment, als du als kleines Kind angefangen hast zu Laufen. Es war dieser Moment, in dem Dir etwas SO wichtig war, dass du das Hinfallen in Kauf genommen hast. Du hast alle Kräfte zusammengenommen, hast das bis dahin Unmögliche gewagt und bist auf Dein Ziel zugegangen. Und genau das ist es. Dieses Gefühl, dieses Warum. Und das findest Du nirgends im außen, dies findest du immer zuerst in dir.
Spüre einmal wie sich das anfühlt: Du bist vielleicht gerade durch eines der Nadelöhre herausgetreten, hast vielleicht eine sehr schwierige und herausfordernde Phase hinter dir oder steckst vielleicht sogar noch drin. Wie fühlt es sich an, diese letzte Phase des „Durchquetschens“ zu durchleben? Ist es vielleicht noch total eng, dunkel, traurig, angsteinflößend… Ist vielleicht schon die erste Entspannung oder das erste Gefühl der Befreiung spürbar?
Du hast dich vielleicht angestrengt, hast allen Mut zusammengenommen oder hast dich einfach demütig dem Prozess hingegeben. Du nimmst vielleicht wahr, dass es einfach dran und wichtig ist dies jetzt zu durchleben. Das du diesem gar nicht ausweichen solltest, wenn wirkliche Veränderung geschehen möchte. Denn nur wenn die alte Angst und Kompensationsstrategie gehen durfte, ist dies möglich.
Und nach all dem, was in dir passiert ist oder sich jetzt zeigt, stehst du JETZT an diesem neuen Ort. Dem Ort, an dem das Alte erst einmal vorbei, das Neue aber noch gar nicht ganz da ist. In diesem Moment, wo noch nichts festgeschrieben, sondern alles offen, neu und voll froher Erwartungen ist. Und genau hier: an diesem Ort, in diesem Moment und mit Dir selbst nach all diesen Erfahrungen kommt es auf das „Hin-ein, das Hin-zu an.
Das ist es, was uns gerade jetzt und ab jetzt zieht, leitete, bewegt. Hier geht es nicht mehr um das, wovon wir wegmöchten. Sondern um das, wo wir hinmöchten, was wir sind und ganz besonders, was wir WIEDER werden möchten! Dies kann sich natürlich im außen spiegeln und zeigen, doch ent-wickeln und zeigen kann es sich nur in unserem innersten Kern.
Ein weiterer Aspekt ist hier ebenfalls wichtig…halt dich fest: ab jetzt geht es gar nicht mehr darum etwas Neues zu erschaffen, Dich neu zu erfinden und große Ziele zu verfolgen. Keine Angst, das darfst du und das wird automatisch geschehen. Doch es geht hier vielmehr darum wieder zurückzukehren zu dir, zu deinem „Ich“, zu deinem Innen, deinem heilen Kern. Denn: aus diesem heilen Kern heraus ist alles möglich!
Schritt für Schritt zu dir zurück!
Und so einfach sich das anhören mag. Das ist die krasseste, herausforderndste und gleichzeitig seeligste Reise deines Lebens! DIE Reise, mit der Du Dein Nervensystem auch mal an den Rand des Machbaren bringst und es gleichzeitig zu einem bisher ungewohnten oder sogar unbekannten Gefühl der Ruhe und des Friedens führst. Die Reise ist es definitiv wert.
Lass uns schauen, warum du dich überhaupt von deinem Ich entfernt hast und warum der Weg zurück für dein Nervensystem so herausfordernd ist! Wenn du mich schon ein wenig kennst, kennst du vielleicht auch schon meine Satz: „Unser Körper/Nervensystem macht nichts umsonst! Es gibt immer einen Grund dafür, sonst wären wir als Menschen evolutionsbiologisch nicht mehr hier“.
Welchen guten Grund hatte es also, dass du dein Ich im Stich gelassen hast? Ganz einfach: du hattest wahrscheinlich an einigen Stellen schlichtweg keine andere Chance! Du wurdest in eine Familie hineingeboren, in der sicherlich keiner zu 100% präsent, heil und ausreichend für dich da war. Manchmal offensichtlich, manchmal eher subtil. Ob deine Eltern von ihrer Arbeit und dem „Über-Wasser-halten“ eingenommen waren, ob sie aufgrund von Verlusten oder Traumata belastet waren, ob sie zu überfürsorglich und behütend waren, oder ob sie einfach selbst nie die Art von Liebe erhalten hatten, die du so gebraucht hättest und sie dir diese daher schlichtweg nicht geben konnten… Jedes Elternpaar hat oder hatte seine Geschichte, die du als Kleine/Kleiner erlebt und gespürt hast.
Da du als kleines Kind abhängig von ihrer Fürsorge und von deiner Zugehörigkeit zur Familie warst, hast du den Preis gezahlt, den es zu bezahlen gab. Für das Überleben hast Du dich so angepasst, wie es notwendig war. Unbewusst natürlich! Du hattest keine Chance. Und das ist so wichtig zu wissen! Niemand ist zu blöd, zu trottelig oder zu unbewusst…jedes Nervensystem musste mehr oder weniger viel verarbeiten und hat dafür in Kauf genommen, dass das Ich, dein heiler Kern ins Verließ gesteckt wurde.
Und nun stell dir vor, wie es ist, wenn du diesen heilen Kern nicht nur wiederentdeckst, sondern ihn wieder komplett zulassen kannst, ihn wieder zu 100% integrieren kannst. Das ist so, als wenn du bei deinem Feuer-Pferd das innere Feuer anzündest und für dich gehst…bzw. galoppierst! Und ja, das ist machbar. Und ja, das ist manchmal etwas herausfordernd. Und auf jeden Fall ist es immer tiefgehend und heilsam, wenn wir diesen „Deep Dive“ (tiefes Eintauchen) wagen. Und vor allem, wenn wir dieses heilende Eintauchen fernab des spiritual Bypassing wagen, welchem einfach die Bodenhaftung fehlt.
Die „systemische Spiritualität“, wie ich sie für mich selbst und in meiner Praxis verwende, ist mit ihrer Kombination aus Anbindung nach „Oben“ (wie auch immer du es für dich benennst) und der gleichzeitig tiefen Erdung und Verwurzelung so viel dienlicher. Wenn wir sowohl gehimmelt als auch geerdet sind, stehen wir angebunden in der Mitte und können mit unserem Herzens-Feuer alles möglich machen.
Vielleicht kennst du das: Du hörst immer wieder, dass wir alle gut genug sind, wie wir sind. Das alles fein ist und alles so gut ist, wie es ist. Und wir einfach nur Licht und Liebe in die Welt schicken müssen. Und dann hast du trotz meditieren, manifestieren und Licht-senden Bereiche, in denen dein eigenes System rebelliert…ob durch deinen Körper, deine Arbeit oder deine Familie. Und genau das ist der Bereich, der dich einlädt, in deiner systemischen und karmischen Verwurzelung nach Ursachen und Lösungen zu schauen. Wenn wir erkennen können, welche systemischen und karmischen Aspekte unsere unbewussten Kompensationsstrategien und dysregulierten Reaktionen unseres Nervensystems kreiert haben, ist es möglich diese zu lösen.
Und dies am besten mit beiden Beinen auf dem Boden stehend, in unserem (Familie-)System verwurzelt und körperfokussiert durchfühlend. Solange nur dein Verstand hört, dass du genug sein sollst, macht dein Unterbewusstsein weiter, was es will…oder zeigt sich eben im außen im Stress mit unseren Kindern, dem Chef oder dem Leben an sich. Sobald du es durchgefühlt hast, FÜHLT dein gesamtes Wesen, dass du wirklich gut bist, wie du bist. Und dann MUSS dein Nervensystem auch mitspielen. Ganz doll versprochen!
Und nochmal als Wiederholung: Hör auf die unguten Aspekte weg zu meditieren und dir Gutes „nur“ zu manifestieren…fühle durch, was dich behindert, gehe dort durch und werde frei! Und vor allem: bei allen herausfordernden Prozessen: behalte dir deinen Humor. Wenn es mal ganz dolle und herausfordernd kommt, hilft es auch einfach mal Leichtigkeit mit ins Spiel zu bringen. Und was bringt mehr Freude und Leichtigkeit, wenn Dinge einfach mal lustig schauen (Spoiler: schau hierzu in den kleinen Umschlag)
Ganz zum Schluss ziehe ich noch schnell die Kurve zum Briefanfang: das Hüpfen zwischen den Zeiten. Denn das ist einer DER Schlüssel, mit dem wir unser Nervensystem mit an Bord bekommen. Weil es eben nicht unterscheiden kann zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, können wir ihm spürbar aufzeigen, wie cool es sich in der Zukunft anfühlt. Wie krass es ist, wenn wir bereits der heile Kern sind. Und, wie es jetzt in der Gegenwart ist, wenn wir für das, was wir früher vermisst haben oder erleben mussten, HEUTE eine korrektive Erfahrung erleben dürfen in Aufstellungen, im Familiendialog und vor allem dann im echten Kontakt mit unserer Familie. Mit diesem wirklich erlebten, gefühlten Durchspielen, hast du dein Nervensystem mit an Bord. Du gibst als Kapitän deines Lebens die Richtung an und dein Nervensystem folgt dir wie ganz natürlich.
Und sehr gerne begleite ich dich auch im kommenden Jahr mit meinen vielfältigen Methoden. Such dir das für DICH passende Angebot aus und lerne deinen heilen Anteil kennen.
Ute Mara Gibelius